Tagebuch-Bloggen

#WMDEDGT am 05.09.2022

Am fünften eines Monats schreiben viele BloggerInnen etwas über ihren Tag.

Meiner begann um etwa halb sechs. Mein kleiner Sohn hat einen Albtraum und ruft laut einen Namen aus der Kita. Er schläft dann nochmal ein. Ich bin erstmal wach und denke gleich an ein Meeting das heute auf der Arbeit ansteht. Ich werde mal wieder englisch sprechen müssen. Das letzte Mal ist schon wieder eine Weile her. Ich freu mich aber darauf.

Aber erstmal kommt unsere neue Morgenroutine. Mann und frisch-gebackenes Schulkind frühstücken schon ab halb sieben, ich komme mit dem Kleinen um sieben dazu. Vorher haben wir noch etwas gekuschelt.

Dann komme ich kaum dazu zu frühstücken, denn die Kinder brauchen meine volle Aufmerksamkeit. Hier ein Löffel, da ein Glas Wasser und bitte einen Milchschaum-Kakao. Nebenbei schmiere ich Brote für das Schul-Frühstück und überlege was in die Mittagsbox kann. Mein Mann sucht derzeit die Klamotten für die Kinder raus.

Dann verlassen als erstes Mann und Schulkind die Wohnung und etwas später fahre ich mit dem Kita-Kind los. Ab heute ist er komplett im Elementarbereich angekommen. Die Eingewöhnung hat etwa einen Tag gebraucht. Sehr angenehm.

Er gibt Obst und Windeln bei der Erzieherin ab, sagt “Tschüss Mama” und geht einfach mal in die Gruppe. Puh. Plötzlich einer „ großer Jung“.

Anschließend fahre ich nach Hause und bereite mich noch ein wenig auf mein Meeting vor. Es läuft ganz gut, am Ende verhasple ich mich etwas, aber das macht nicht viel aus, denke ich. Es konnten alle Fragen geklärt werden und jeder weiß was zu tun ist.

Danach bin ich trotzdem erstmal etwas platt. Kaum habe ich einen Kaffee in der Hand, ruft mich eine Kollegin an und will über eine Konfiguration diskutieren, die wir anpassen sollten. Unsere Anwendung könnte resilienter sein.

Zum Mittagessen gibt es leckere Gnocchi mit Frischkäsesoße, von meinem Gatten zubereitet. Danach telefoniere ich schon wieder. Mit einem Kollegen diskutiere ich den aktuellen Pull Request. Danach erzählt mir der Kollege noch ein wenig von seinem Urlaub. Das muss auch mal sein.

Als mein Mann losfährt um den Kleinen von der Kita abzuholen, schnappe ich mir die Yoga-Matte und nehme mir tatsächlich die Zeit für eine kleine Einheit Yoga. Das letzte Mal war übrigens im Juli, nur falls hier der Eindruck entsteht, ich würde viel Sport machen.

Kurz danach hole ich den großen Sohn von der Schule ab. Er ist ziemlich müde und macht ganz viel Quatsch. In der Umkleide liegt er mit seinem schweren Rucksack auf dem Boden wie ein Käfer und ich muss ihm aufhelfen. Wenn er in dieser müde-quatschigen Stimmung ist, hat er eine ganz hohe Stimme. Morgens unterhält er sich eher mit einer dunkleren Stimme mit mir. Fällt mir gerade erst auf.

Zuhause sind mittlerweile Kita-Kind und Ehemann angekommen und wir haben eine kurze gemeinsame Kaffeezeit. Dann verziehe ich mich ins Arbeitszimmer und bereite die morgige Vorstellung eines Tools vor, das wir vielleicht im Team benutzen wollen. Um 17 Uhr gehe ich noch kurz einkaufen, dann gemeinsames Abendessen, aufräumen, ab ins Bett.

Ich spiele mit dem großen Sohn noch eine Runde Hexentanz. Es gibt leider Tränen, wie kriegen aber die Kurve und können danach noch ganz viel quatschen. Der erste Buchstabe, den sie in der ersten Klasse gerade lernen, ist das O. “Man fängt oben an und malt so herum.” Das schönste O auf der Seite bekommt eine Krone vom Lehrer aufgesetzt. 🙂

Danach schaue ich mit meinem Mann eine Folge „Once upon a time“ und anschließend tippel ich auf dem Handy noch diesen Beitrag ins Notizbuch, denn den Rechner möchte ich heute nicht mehr einschalten. Trotzdem wollte ich gerne mal wieder dieses Format ausprobieren.

Das Eis auf dem Beitragsbild gab es übrigens am Sonntag.

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