Wochenende in Bildern

WIB im Juli 2021

Samstag

Ein Tag im Sommer 2021. Es ist mal wieder recht warm. So circa 20 nach 6 weckt mich ein „Maamaa“, gefolgt von einer Trinkflasche, die auf den Boden fliegt. Gut, sind jetzt halt auch die Nachbarn wach. Kollateralschaden. Ich weiß, sie haben auch zwei kleine Kinder und haben hoffentlich Verständnis.

Erstmal hol ich mir den kleinen Racker zum Kuscheln. So eine Minute macht er auch mit. Dann will er spielen. Puh… ich muss erstmal die Augen richtig auf bekommen.

So kurz nach halb sieben klopft es an die Tür. Der Große hat uns gehört und kuschelt sich erstmal zu uns. Er ist meist nicht gleich quietschfidel nach dem Aufstehen und braucht immer ein Weilchen. Geht mir genauso. Der Kleine hat schon Hummeln im Hintern und will nach drüben. Er stampft fröhlich durch den Flur und sucht den Papa.

Dann halbwegs schnelles Frühstück. Der Kleine und Papa futtern so schnell, da wird mir schon schwindelig vom Zuschauen. Heut ist ja Samstag, da darf ich mir Zeit lassen und mach das auch – so gut es geht. Der Große trödelt ja auch immer ein bisschen, da sitz ich zumindest nicht allein am Tisch. Naja, als ich dann versuche einen Zeitungsartikel zum Thema Verschwörungstheorien zu lesen, wünsche ich mir schon ein bisschen Einsamkeit am Tisch.

Sehr leckere Zuckeraprikosen für mich und Bananen für den Kleinen. Der Große hat gerade wenig Interesse an Obst. Nur wenn es nichts anderes gibt.

Dann machen wir uns der Reihe nach fertig und ich düse los ein Paket abgeben. Leider ist der QR-Code für das Etikett schon abgelaufen. Ich komme also unverrichteter Dinge nach Hause, mache mir ein Kaffee und stehle mich an den Rechner um ein neues Etikett zu besorgen, was sogar funktioniert. Wo ich da gerade sitze, melde ich gleich den Großen im Sportverein an. Er kann dann ab August an einer Turngruppe teilnehmen. Und wo ich gerade so gut dabei bin, suche ich auch noch ein neues Fahrrad für den Großen heraus. Er fährt mit seinen 1,15 m nämlich noch auf einem 14 Zoll Fahrrad. Er bestimmt die Farbe und raus geht die Bestellung.

Puzzeln ist gerade diiee Lieblingsbeschäftigung. “Leider” geht das nur mit Mama oder Papa. Es macht auch ein bisschen Spaß.

Mein Lieblingsmann hat sich in der Zeit ums Essen gekümmert. Anschließend kommt der Kleine in die Falle und ich leg mich auch ein wenig hin und lausche dem schönen Hörbuch von Mister Harry Potter. Dann nach einer halben Stunde schon heißt es aber fertigmachen für das Playdate des Großen.

Wir verbringen einen schönen Nachmittag auf dem Spielplatz. Ich sitze fast nur rum und mein Sohn und sein Freund toben über den Spielplatz. Als der Kleine mit seinem Mittagsschläfchen durch ist, kommen Mann und Kind zum Spielplatz nach und haben einen schönen Thermosbecher Kaffee für mich dabei.

Abends gibt es zum Abendessen ein Gläschen Wein für die Großen und am Ende singen und tanzen wir statt Aufzuräumen. Hätt ich mir auch nie Träumen lassen, dass ich mal laut grölend mit meinen Kindern „das Lied über mich“ singen würde oder immer wieder “Hände waschen, Hände waschen muss ein jedes Kind…”.

Dann nach der Ins-Bett-Bring-Runde, die jetzt immer öfter ziemlich entspannt verläuft, Feierabend im Arbeitszimmer.

Sonntag

Die Nacht war so mäßig. Etwas missmutig sitzen wir alle am Tisch. Da es am Nachmittag regnen soll, wollen wir früh zum Spielplatz. Leider gibt es Stress. Die Eltern wollen lieber frei haben, müssen sich aber um alles kümmern. Dem Großen geht alles nicht schnell genug, außerdem hat er zu nichts Lust, nicht zum Anziehen und nicht zum Zähne putzen, was uns wieder auf die Palme bringt. Weniger die Unlust als das Nörgeln was darauf folgt macht uns Eltern zu Schaffen.

Nach einem kleinen häuslichen Gewitter reißen wir uns aber zusammen und raffen uns auf. Trotz allem haben wir auf dem Abenteuerspielplatz doch noch einen schönen Vormittag. Der große Sohn klettert ganz hoch und beide Kinder spielen gerne mit dem Wasserspielzeug vor Ort. Ein anderer Papa erbarmt sich und pumpt sehr viel Wasser für meine Kinder und seine Tochter. Ich darf entspannt im Schatten sitzen und zuschauen. Wie durch ein Wunder setzt sich keiner ins Wasser.

Zuhause gibt es dann ein schnelles Mittagessen und ich begleite den Kleinsten in den Schlaf. Das geht wie immer sehr schnell. Dann ab auf die Couch zu meinem Hörbuch. Mein großer Sohn hört auf meinem alten Handy ebenfalls Hörbuch. Eine relativ entspannte Pause. Dann fängt gegen halb drei die zweite Hälfte des Tages an. Es ist ganz schön drückend schwül. Das versprochene Gewitter bleibt irgendwie aus.

Ich setz mich mit den Kindern auf den Balkon. Sie spielen mit der Wasserbahn und gießenertränken die Blumen. Anschließend beaufsichtigt mein Mann die Kinder und ich bestelle mir ein bisschen Kleidung im Internet. Meine Garderobe besteht hauptsächlich noch aus bequemen Klamotten. Anfang August werde ich seit langem meine Kollegen mal wieder sehen. Wenn wir uns wieder regelmäßig sehen, werde ich mir mal wieder ein paar schickere Kleidungsstücke zulegen (müssen).

Dann koch ich auf Wunsch des großen Sohnes Grießbrei zum Abendbrot und Nudeln mit Pesto (aus dem Glas) für die Eltern. Heute sind wir zu geschafft für etwas Aufwändigeres. Dann beginnt wie jeden Tag die Abendroutine, erst der Kampf gegen das Chaos in der Wohnung, dann die Kinder bettfertig machen und dann ins Bett bringen.

Ich bring heut den Großen ins Bett, Er wünscht sich, dass wir das verrückte Labyrinth spielen. Ein Spiel, dass tatsächlich noch vollständig aus meiner Kindheit existiert. Wir spielen die Kinder-Variante in der man sich aussuchen kann welches Objekt man zuerst im Labyrinth aufsucht. Manchmal bin ich geduldig und er gibt sich Mühe selber die Wege herauszufinden. Heute schaffen wir beides leider nicht. Trotzdem bekommen wir das Spiel noch ganz gut über die Runden. Der Rest des Abends fällt aber eher kurz aus. Um halb neun sinke ich auf der Couch zusammen, raffe mich aber noch zum Blog-Beitrag auf. Veröffentlicht wieder aber wieder erst am Montag.

Wie früher…

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