Wochenende in Bildern

WIB am 16./17. Januar 2021

Der Samstag beginnt wieder früh. Um fünf Uhr morgens weckt mich unser schreiender Sohn. Ich habe diese Nacht zwar keinen Baby-Dienst, kann aber leider nicht mehr einschlafen. Zum Glück habe ich ein spannendes Hörbuch und so ärgere ich mich wenigstens nicht sondern entspanne bei einer spannenden Geschichte. Müde bin ich dann leider trotzdem.

Vor dem Frühstück sitze ich noch einen Augenblick bei Weihnachtsbaum-Beleuchtung mit den Kindern in der Spielecke.

Um unser Stundenpensum zu schaffen, arbeiten wir gerade auch am Samstag. Mit zwei kleinen Kindern kann eben immer nur einer zur Zeit arbeiten. Mit unseren reduzierten Stunden schaffen wir das gerade so. Zusammen mit den durchwachten Nächten sind wir aber doch oft am Limit. Bei mir äußert sich das dann leider in Ungeduld und Gereiztheit. Da ärgere ich mich oft abends über mich selbst.

Diesen Samstag arbeite ich also am Vormittag und mein Mann am Nachmittag. Am Samstag fehlt mir doch immer etwas die Disziplin, so dass nur ein paar Stunden zusammenkommen.

Nach dem Mittagessen schnappe ich mir dann beide Kinder und wir drehen eine Runde.

Der Große hat einen kleinen zugefrorenen Teich entdeckt und muss natürlich erst mal ein paar Steine und Stöcker schmeißen. Ich freu mich sehr für ihn, dass es dieses Jahr wenigstens ein paar Tage Winterwetter gibt. Nächste Woche habe ich leider irgendwas mit 10 Grad in der Wettervorhersage gesehen.

Wir testen eine neue Strecke und finden tatsächlich noch einen neuen Spielplatz in der Nähe. Es ist wirklich unglaublich wie hoch die Spielplatzdichte in Hamburg ist. Wenn man fast jeden Tag einen Spielplatz besucht, ist man dafür sehr, sehr dankbar.

Der Große rennt sofort los und erkundet jedes neue Spielgerät. Der Kleine krabbelt schnell hinterher. Wenn ich ihn an den Händen halte, rennt er auch halb los. Ich denke, es ist die Ungeduld, die ihn noch krabbeln lässt. Es geht noch schneller. Im Sand sowieso.

Vom Rest des Tages weiß ich nicht mehr viel. Meist das übliche. Der Kleine schläft noch eine Runde, dann Abendprogramm. Ich bin danach ganz schön erledigt und schaue noch ein bisschen “How to get away with murder”. Es ist wieder spannend. Dann arbeite ich sogar noch ein Stündchen bis unser Kleiner mich ruft. Bis ein Uhr nachts wird er häufig wieder wach. Dann plötzlich Ruhe bis kurz vor sechs.

Sonntag

Mein Kleiner kann jetzt den Lichtschalter meiner Leselampe bedienen und so habe ich nach dem Aufstehen gleich etwas Disko-Feeling im Schlafzimmer.

Heute bekommen wir Besuch einer Kindergartenfreundin unseres großen Sohnes. Ich freue mich über die Abwechslung. Mein Mann ist zunächst mit den beiden Kindern auf dem Spielplatz damit unser Kleiner sein Vormittagsschläfchen noch in Ruhe halten kann.

Es ist aber sehr, sehr kalt und sie sind schon früh wieder da. Zum Mittagessen gibt es Blätterteig-Käsestangen und Würstchen in Blätterteig, eigentlich ein Kinder-Essen, dachte ich. Die Kinder essen nur die Käsestangen. Die Haferflocken-Waffeln, die ich zum Nachtisch mache, kommen auch nicht so gut an, außer beim Baby. Immerhin das Schokoladeneis wird hoch gelobt.

Nach dem Mittagessen gehen wir alle zusammen noch einmal raus, denn die Sonne lässt sich blicken. Es ist ganz schön voll auf dem Spielplatz, aber zwei Meter Abstand kann man trotzdem locker einhalten. Die beiden 4-jährigen spielen heute ausnahmsweise hervorragend zusammen, während wir Erwachsenen uns abwechselnd um das Krabbelkind kümmern.

Wieder zuhause schauen wir eine Sendung mit der Maus während mein Mann unseren Kleinen hinlegt. Dann war ich aber doch ganz schön überrascht als unser Besuchskind die Sendung mit der Maus nicht kennt. Unser Sohn liebt die Erklär-Videos, und ich schau sie mir auch gerne an. Unser Besuchskind ist leider wenig begeistert, vermutlich weil sie diese Art Fernsehen nicht gewohnt ist. Heute wurde erklärt wie eine Zange hergestellt wurde, heutzutage und vor 50 Jahren. Die Maus feiert nämlich in 50 Tagen ihr 50-jähriges Jubiläum.

Danach wird noch etwas gespielt und dann ist schon wieder Feierabend. Heute geht es etwas früher ins Bett, denn morgen geht es mal wieder in den Kindergarten.

Wir haben unseren Sohn solange wie möglich zuhause behalten, aber jetzt ist es Zeit die externe Betreuung wieder in Anspruch zu nehmen. Meine größte Befürchtung ist ein erneuter kompletter Lockdown. Dafür brauchen wir noch eine Kraft-Reserve. Im Moment sind die Akkus fast leer.

Nach der Abendroutine kann ich noch schnell einen Entwurf für diesen Beitrag schreiben, veröffentlicht wird erst morgen, denn ich bin müde und “How to get away with murder” wartet auf mich.

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