Wochenende in Bildern

Unser Wochenende – ein entspannter Freitag und ein Samstags-Blues

Rückblick auf die letzte Woche

Die letzte Woche war eine Standard-Woche, mal abgesehen davon, dass ich zwei Nächte kaum schlafen konnte. Ich schätze meine Schilddrüse ist nicht richtig eingestellt, da ich, wie so viele, eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Nach der Schwangerschaft und Geburt kann es sein, dass ich eine andere Dosierung benötige. Am Freitag lass ich mir Blut abnehmen und bin gespannt auf die Ergebnisse. In der Nacht habe ich oft sehr warme Füße, bin hellwach und unangenehm hungrig. Auch dann wenn ich richtig viel und sättigend zu Abend gegessen habe.

Ich bin wieder erstaunt, dass ich trotz erheblichen Schlafmangels die Arbeitstage gewuppt bekomme. Von Donnerstag auf Freitag schlafe ich wieder normal wenig, also so etwa 6 Stunden. Der Freitag wird dann auch sehr schön.

Ein entspannter Freitag

Morgens gehe ich zum Blut abnehmen. Das Wetter lässt schon auf einen schönen Tag schließen und ich spaziere durch den Park zum Arzt, ganz allein, eine Ausnahme in diesen Tagen. Vormittags treffen wir dann einen Freund des Großen, den er damals bei seinen Tagesmüttern kennengelernt hat. Wir haben uns Monate nicht gesehen und die beiden Jungs sind noch etwas schüchtern miteinander. Es wird ein entspannter Vormittag werden und ich genieße die Gespräche mit der Mutter.

Weil unser Sohn beim Mittagessen sehr müde wirkt, legt sich mein Freund mit ihm zum Mittagsschlaf hin. Weil dann auch das Baby wieder schläft, habe ich Zeit für mich mitten am Tag. Ich sitze eine ganze Weile einfach nur da, bereite dann gegen Ende der Pause noch Aprikosenknödel zu, die ich auf dem Frische Brise Blog gefunden habe. Der Teig ist sehr lecker, die Aprikosen waren nur noch etwas sauer. Das Rezept werde ich am Montag wiederholen wenn die Früchte etwas reifer sind. Die ganzen Pausen am Freitag waren echt schön und ich bin deutlich entspannter als sonst.

Samstag mit Blues

Es ist schon nicht immer einfach ein 3-jähriger zu sein. Unserer hat es schon gerade nicht einfach. Ich sehe das, kann aber nicht wirklich etwas daran ändern. Mama und Papa hatten nämlich heute den Samstags-Blues. Den kenn ich auch noch aus Nicht-Eltern-Zeiten. Da wollte ich am Wochenende immer ganz viel machen, brauchte am Samstag aber erst einmal Erholungszeit. Das prallte aufeinander und sorgte für Unzufriedenheit. Meist habe ich an solchen Samstagen entweder voll was gerissen oder eben gefaulenzt. Beides war am Ende gut.

Jetzt mit Kindern, brauche ich am Samstag ganz dringend Erholungszeit, muss aber ganz viel tun, vor allem den 3-jährigen bespaßen und sich um das Baby kümmern, den Haushalt und aufräumen, aufräumen, aufräumen. Jetzt mit Corona haben wir die ganze Woche 100% Kinderzeit, so das am Samstag wirklich die Luft raus ist. Und so erledigen wie dies und das am Samstag und meckern unseren 3-jährigen ein bisschen zu oft an, er soll bitte mal ruhig sein, leise sein, nicht so herumzuhüpfen (die Nachbarn!), nicht so trampeln, nicht auf dem Sofa hopsen, das Baby in Ruhe lassen, vernünftig essen…. usw. Er hat es nicht leicht. Es tut mir leid. Es ist zum Glück nicht jeden Tag so.

Der Samstag fing eigentlich gut an.

Was haben wir denn heute gemacht. Nach dem Frühstück habe ich das Baby in den Schlaf gewippt, dabei eine Partie Hearthstone im Schlachtfeld-Modus gespielt. Das macht wirklich Freude. Der Papa ist dann einkaufen gegangen und ich mit dem Großen auf den Balkon ein bisschen in der Morgensonne entspannen. So ruhig ist unser Sohn gerade nicht, darum sind wir bald wieder drinnen und spielen das Zahlen-Dino Memory. Beim Dinosaurier-Memory danach kann sich der Große schon nicht mehr konzentrieren und ich bin auch etwas genervt-ungeduldig mit ihm. Dann kommt der Papa wieder. Ich stille das Baby und mache mich dann alleine! auf den Weg in die Bücherhalle.

Ich hätte auch nichts gegen eine längere Pause auf dem Balkon, aber mein Sohn will nicht still sitzen und ich soll auch nicht.

Ausflug in die Bücherei

Normalerweise kommt der Große da immer mit, aber zu Corona-Zeiten macht das wenig Sinn. Es dürfen immer nur 12 Leute gleichzeitig in der Bücherei sein, inklusive Kinder. Wer reingeht muss einen Korb mitnehmen, es stehen nur 12 Körbe draußen. Ist kein Korb da muss man warten. Ich hatte Glück, gebe die Bücher ab und werde gleich bei dem Regal mit den zurückgegebene Büchern fündig. Zwei Bücher über Dinosaurier. Die stehen beim Großen gerade hoch im Kurs. Dann noch zwei Yakari-Bücher und zwei andere Bücher und dann schnell wieder raus. Unter dem Mundschutz wird mir sehr warm.

Ich genieße die Radtour zur Bücherei und zurück aber sehr. Auf dem Rückweg fahre ich einen anderen Weg, einen Stück durchs angrenzende Naturschutzgebiet und durch ruhige Wohngegenden mit schönen Gärten. Ich bräuchte viel öfter solch ruhige Auszeiten. Auch das Radfahren fehlt mir.

Träger Nachmittag

Zuhause angekommen wird gerade das Baby zum Schlafen gebracht. Ich lese in der Zeit dem Großen schon mal das erste Buch vor. Ein Tagebuch eines T-Rex, das ganz lustig gestaltet ist. Dann macht der Liebste Tomatensuppe, die wir dann mit Schafskäse und Peperoni-Paste und ein paar Scheiben Knäckebrot essen.

Nach dem Mittag kommt dann der 2te Samstags-Blues-Moment. Trägheit macht sich bei den Großen breit und der große Sohn will nicht alleine spielen. Die Großen trinken Kaffee und erlauben sich eine kurze Durchhäng-Zeit, dann legen sie wieder los. Papa schaltet dem Großen ein Hörbuch ein und räumt die Küche auf. Ich trinke noch ein alkoholfreies Bier und spiele eine Partie Hearthstone. Danach reiß ich mich auch zusammen und nehm den Großen mit in den Keller, die großen Töpfe für unsere Tomatenpflanzen heraufholen. In den kleinen Start-Töpfen finden die Wurzeln bald keinen Platz mehr.

Ich stille dann noch mal das Baby und der große Sohn und mein Freund essen ein paar Erdbeeren. Dann gehen sie noch mal raus, so das das Baby noch eine Runde im Kinderwagen pennen kann. Ich setzte mich kurz an diesen Beitrag und danach muss ich noch ein Stündchen arbeiten, da es auf der Arbeit gerade Probleme gibt. Und ich muss sagen, ja, es ist Arbeit am Wochenende, aber ich genieße die Ruhe im Arbeitszimmer.

Heute mal strikte Regeln beim Ins-Bett-Bringen

Zum Abendessen gibt es griechischen Salat und Knäckebrot und dann bringe ich den Großen ins Bett. Weil es die letzten Male immer Geschrei und Gemecker gab, lege ich dieses Mal strikte Regeln fest und sage deutlich meine Meinung. Es kommt mir ein bisschen hart vor, aber mein Freund hält es so und kommt deutlich ruhiger durch den Abend. Ich sage meinem Sohn auch, dass wir sonst für einige Abende eine Pause einlegen mit dem ins-Bett-bringen. Es fühlt sich für mich an wie eine fiese Drohung, aber so wie in der letzten Woche geht es nicht weiter und ein Reset hat uns auch früher schon mal gut getan.

Es gibt heute also kein Ausnahme-Kuscheln und wir reden auch nicht ewig. Jeder erzählt von seinem Tag und was schön war und was nicht. Leider ist die strikte Eingrenzung gerade nötig, denn mein Sohn zieht sonst alle Register, weil er wirklich nicht schlafen will, dabei ist er hundemüde. Es klappt ganz gut, wir gehen zwar zwei Mal auf die Toilette, aber das ist noch vertretbar. Vor allem gibt es heute kein Geschrei. Ich döse auch ein wenig ein und werde wach als das Baby im Wohnzimmer kurz aufschreit. Der Papa beruhigt es aber ohne mich und ich gehe ins Arbeitszimmer und arbeite noch 2 Stunden. Dann geht es wieder viel zu spät ins Bett.

Sonntag

Morgens ist das Baby wieder um 6 wach. Wir verbringen eine schöne gemütliche Stunde zusammen. Er ist wirklich eine Frohnatur und ich genieße diese Stunde alleine mit ihm am Morgen, obwohl ich auch nichts dagegen hätte länger zu schlafen. Dann kommt mein Freund mit Wickelwasser und wir gehen nach dem Wickeln alle in die Küche. Irgendwann tapert auch mein großer Sohn zu uns. In der Regel stürzt er sich sofort auf das Baby und will ihm guten Morgen sagen und mit ihm kuscheln. Ich finde es ja schön, dass er seinen Bruder liebt. Früher fand ich es allerdings auch schön so begrüßt zu werden.

Mein Frühstück – Reste vom Freitag – Aprikosenknödel

Nach dem Frühstück gehen Mann und Kinder wieder raus in den Park und ich arbeite noch 2 Stunden. Dann bin ich aber auch endlich durch für das lange Wochenende. Ich koche uns ein leichtes Essen für Faule, Fischstäbchen, Nudeln mit Tomatensoße und Parmesan. Schmeckt uns aber und macht uns satt. Danach schaut der Große eine Sendung mit der Maus und ich trinke einen Kaffee neben dem Baby auf der Wippe, dass wieder verzückt an seinem Mobile lutscht. Danach gehen der Papa und der große Sohn ins Kinderzimmer und ich wippe und singe das Baby in den Schlaf. Es schläft dann leider nur 40 Minuten und ist dann auch nicht richtig ausgeschlafen.

Obst zum Kaffee, gibt es bei uns auch nicht jeden Tag

Wir haben dann trotzdem ein Videotelefonat mit den Großeltern. Wie immer hält der Große nicht lange durch und flippt um uns herum. Wir sind ein bisschen genervt, halten das Telefonat aber lange durch. Danach machen wir eine Kaffeezeit mit Obst. Der große Sohn macht sich noch über einen Schoko-Osterhasen her. Dann bringe ich wieder das Baby zum Schlafen. Wieder ratzt er nur circa 40 Minuten. Dieses Mal ist es aber ok, denn bald soll es ja auch wieder ins Bett gehen. Ich räum noch ein bisschen auf. Weil wir so müde sind, bestellen wir Pizza. Ich finde das meist sehr teuer, aber es schmeckt allen gut und wir müssen mal nicht in der Küche stehen und danach wieder aufräumen. Danach bringe ich wieder das Baby zum Schlafen, das dritte Mal heute singe und wippe ich.

Zum Glück ist morgen auch noch frei und ich freue mich schon auf den morgendlichen Kaffee auf dem Balkon, denn morgen soll es wieder sehr schön werden.

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