Wochenende in Bildern

Unser Muttertagswochenende 2020

Rückblick auf das letzte Wochenende

Letztes Wochenende habe ich nichts geschrieben, denn wir haben es gewagt und sind zu den Großeltern gefahren, also die Kinder und ich. Der Papa bekommt ein freies Wochenende, denn das haben wir ihm tatsächlich zum Geburtstag geschenkt bzw. meine Eltern haben es geschenkt. Denn sie haben uns abgeholt und hingebracht, sind die Strecke also insgesamt 4x gefahren. Durch Corona hätten sie es eh gemacht, damit wir nicht Bahn fahren müssen. Mit beiden Kindern hätte ich es mich sowieso noch nicht getraut, da unser großes Kind gerade häufiger seine lustigen drei Minuten hat und dann nicht mehr auf uns hört. Auf den Stress habe ich gerade in der Bahn oder am Bahnhof keine Lust.

Ich denke wir haben den besten Zeitpunkt gewählt, denn jetzt haben wir viele Wochen niemanden gesehen und sind definitiv Corona-Viren-frei. Wenn jetzt allmählich alle Beschränkungen gelockert werden, kann ich dafür nicht mehr garantieren und meine Mutter gehört leider zur Risiko-Gruppe.

So waren wir also vier Tage und drei Nächte bei meinen Eltern. Sie haben einen großen Garten und eine schöne Terrasse, aber das Wetter hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Samstag regnete es fast pausenlos, am Sonntag konnten wir aber immerhin mal an den See in der Nähe oder im Garten herum-stromern. So richtig entspannend waren die Tage nicht, da ich doch immer aufpassen musste, dass der Dreijährige keinen Unfug macht. Ich musste aber immerhin keine Hausarbeit machen und wir wurden die Tage gut bekocht. Außerdem war es natürlich auch sehr schön meine Eltern mal wieder zu sehen. Ich hoffe, das nächste Mal lässt nicht solange auf sich warten. Keine Ahnung wie das jetzt mit Corona weitergehen wird. Von unserer Kita haben wir noch nichts wieder gehört, aber wenn ich die Zeitungsartikel richtig verstehe, wird es auf keinen Fall etwas vor Juni, wenn nicht sogar Juli.

Von den Nächten mit meinen Kids wollte ich noch schreiben. Ich mit dem Baby im großen Gästebett und der große Sohn ins Reisebettchen daneben. Lange passt er da nicht mehr rein. Aber so konnte ich das Baby problemlos nachts stillen und es ist auch dankenswerterweise immer sofort wieder eingeschlafen. Der große Sohn hatte da mehr Schwierigkeiten und kam auch manchmal zum Kuscheln zu mir ins Bett. Er wühlt aber dermaßen, dass er nicht neben mir schlafen kann. Das heißt er kann schon, ich schlaf dann nur kaum. Am ersten Abend hatte der Große dann auch noch plötzlich fast 40 Grad Fieber. Da hab ich erst einen ganz schönen Schreck bekommen und dachte, ich hätte Corona zu meinen Eltern gebracht. Zum Glück war es am nächsten Tag wie weggeblasen.

Ach ja und noch etwas, wenn ich mit meinen Kindern alleine bin (also ohne Mann), dann muss ich immer ganz alleine schimpfen und das mag ich überhaupt nicht. Ich weiß schon, wir sind keine Freunde und müssen Leitwölfe für unsere Kinder sein (hab natürlich das Buch von Jesper Juul gelesen). Trotzdem habe ich oft ein schlechtes Gewissen, denn nicht selten kommt auch eine gehörige Portion Genervtheit dazu. Ich liebe mein Kind, aber manchmal bin ich auch echt wütend, dass er nicht auf mich hört bzw. nicht macht was ich sage. Obwohl ich doch auch manchmal stolz bin, dass er sich gegen mich durchsetzt wenn er von etwas überzeugt ist. Natürlich lass ich mich auch überzeugen wenn er Recht oder gute Argumente hat.

Nach den vier Tagen war ich auf jeden Fall richtig froh als wir wieder zuhause waren und auch mal der Mann schimpfen konnte. Am liebsten würde ich nämlich gerne in einer Ja-Umgebung leben, in der mein Sohn mit uns kooperiert, weil wir genau die richtige Dinge tun und sagen, aber „reality sucks“ und wir sind auch nur Menschen.

Highlight der letzten Woche war definitiv die Öffnung der Spielplätze. In unserer Umgebung gibt es auch so viele, dass man dort auch mit mindestens 2m Abstand spielen kann. Das Wetter hat auch mitgespielt und so war Sohnemann mal mit Mama und mal mit Papa wieder fröhlich am Schaukeln und Buddeln. Down-Moment der letzten Woche waren die fehlenden, klaren Ansagen zur Kita-Situation in Hamburg. Es ist wohl schwer klare Ansagen zu machen, aber ich würde mir so wünschen, dass unser Sohn wenigstens für zwei Tage in der Woche mal für ein paar Stunden in die Kita könnte. Aber natürlich soll es auch sicher sein für die Erzieherinnen und die Kinder. Andere Bundesländer preschen schneller vor. Hoffentlich geht es für alle gut aus.

Sonniger, warmer Samstag

In der Nacht von Freitag auf Samstag habe ich angeboten das Baby die ganze Nacht zu betreuen. Bei meinen Eltern hatte das so wunderbar funktioniert und so konnte mein Freund mal eine ganze Nacht am Stück schlafen. Leider lief es zuhause nicht so gut. Ich war 10h im Bett und am nächsten Morgen trotzdem müde, ich wurde nämlich 5x zum Füttern geweckt. Aber gut, es war trotzdem schön neben dem fröhlichen Baby aufzuwachen und angelacht zu werden. Und mein Freund hat die Nacht genutzt und 9h am Stück geschlafen. Bin gespannt wann ich das mal wieder machen werde.

Es gibt Aufbackbrötchen zum Frühstück und das Baby zeigt auf der Krabbeldecke eindrucksvoll warum Babies nachts in Schlafsäcke gesteckt werden und nicht mit einer Decke zugedeckt werden. Gleich nach dem Frühstück geht der Mann mit den Kindern raus und ich freue mich über die Ruhe und räume auf. Dann mach ich doch noch ein bisschen Pause bevor sie alle wieder da sind. Zum Mittag gibt es Reste-Pizza vom Vortag. Danach schau ich mit dem Großen die Sendung mit der Maus. Es wird das Flugplatz-Löschgruppenfahrzeug vorgestellt. Das fand ich auch beeindruckend.

Der Nachmittag plätschert wieder so dahin, mein Freund zieht sich auch zwischendurch mal ein halbes Stündchen zurück. Ich genieße ein bisschen das warme Wetter auf dem Balkon mit Babysohn in der Babywippe. Man kann noch die Blutspuren des Großen bewundern. Er ist dort nämlich am Vorabend richtig übel hingefallen. Wir wollten schon ins Krankenhaus fahren, es war dann aber doch „nur“ die Lippe aufgeschlagen. Er ist gerade super-paddelig und läuft gegen Schränke, stolpert und rutscht häufig aus. Gestern Abend hatte ich wirklich Sorge er hätte sich einen Zahn ausgeschlagen. Aber gut, Glück gehabt. Dann ist schon bald wieder Abendbrot, nach dem Ins-Bett-bringen wird wieder im Arbeitszimmer gedaddelt. Ich spiele immer noch die Kampagne von „Die Siedler II“. Es ist schon irgendwie Zeitverschwendung, aber ich bin abends soooo müde und daddeln entspannt. Trotzdem gehe ich viel zu spät ins Bett und bin am Sonntag morgen wieder müde.

Muttertagssonntag

Das Baby wacht nämlich leider wieder um sechs Uhr auf. Er wird dann den Schlaf ab circa halb neun nachholen, aber ich muss dann leider wach bleiben. Wir fahren nämlich die gleiche Routine wie am Tag zuvor. Der Mann geht mit beiden Kindern raus und ich räume auf und danach kleine Pause am PC. Ich hab noch ein paar Bücher ausgesucht. Die gibt es nun einfach mal zwischendurch, denn die Tage sind lang und eine kleine Abwechslung haben wir uns verdient.

Zum Frühstück gibt es dieses Mal Amaranth-Früchte-Müsli, so wie im Korsika-Urlaub im letzten Jahr. So kann ich ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Der Große kuschelt wieder mit dem Baby auf der Decke bis wir wieder dazwischen gehen müssen, weil er zu aufgedreht ist und etwas zu doll drückt und kuschelt. Muttertag wird hier noch nicht so zelebriert, das ist aber auch völlig ok. Ich konnte heute mehrfach ohne Kinder am PC sitzen und die freie Zeit ist Muttertagsgeschenk genug. Zusätzlich musste ich mich dieses Wochenende nicht um eine einzige Mahlzeit kümmern.

Erinnerung ans Frühstück auf Korsika

Nach der Spielplatz-Zeit verbringe ich vor dem Mittag noch ein bisschen Zeit mit den Kindern in der Spielecke. Unser Großer ist nur wieder derart aufgedreht, dass er sich nicht gut auf ein Spiel konzentrieren kann. Das geht nur wenn wir ihn beschäftigen. Er müsste doch aber mal langsam in dem Alter sein wo er sich selbst beschäftigen kann. Es wird schon irgendwann soweit sein. So ist es im Moment nur leider etwas anstrengend mit ihm.

Zum Mittag gibt es Buchweizenpfannkuchen. Ich esse einen herzhaft belegt und einen mit Apfelmus. Danach schläft der Babysohn in der Wippe ein und ich lege ihn für das nach-dem-Mittag-Schläfchen in den Kinderwagen. Dann lese ich mit dem großen Sohn ein Buch, dass es von Amazon zu Beginn der Corona-Zeit geschenkt gab: „Tafiti und die Reise ans Ende der Welt“. Ein sehr schönes Buch. Danach gehe ich ins Arbeitszimmer und schreibe schon den größten Teil dieses Beitrags. Heute Abend werde ich sicher zu müde dazu sein.

Buchweizenpfannkuchen mit Belag

Danach gibt es Kaffee, Kekse und Reiswaffeln mit Schokolade. Mit dem Großen pflanze ich noch Lavendel-Setzlinge ein. Mal sehen ob das was wird. Es wäre so schön, denn unser Lavendel ist nicht mehr so üppig und könnte ein bisschen Zuwachs gebrauchen. Wenn sie etwas werden kann man sie aber erst im nächsten Jahr auch draußen einpflanzen. Mein Sohn ist leider schon wieder etwas müde und/oder überdreht und macht nur noch Quark, schmeißt die Erde rum, rennt immer rein und raus und lässt mich am Ende nicht mehr in die Wohnung. Da der Babysohn auch schon etwas müde um die Augen ist, wird er im Babybjörn ein wenig geschaukelt und der Große darf ein bisschen Yakari schauen. Ich schau beim Wippen etwas mit. Die Serie kann ich gut mit gucken. Danach ist schon wieder Abendbrot.

Lavendel-Stecklinge

Eigentlich wollte ich noch baden und das Baby am Ende ein paar Minuten mit rein nehmen, aber er ist schon zu müde und eigentlich ist es auch schon zu spät. Für dieses Wochenende hatte ich mir Inline-Skaten, Yoga und Baden vorgenommen. Immerhin Yoga habe ich 20 Minuten durchgezogen. Baden und Inline-Skaten möchte ich in der Woche nachholen. Jetzt schlafen die Kids und die Eltern sitzen im Arbeitszimmer. Ich schreibe noch und gleich gibt es Chips, alkoholfreies Weizen und ein bisschen Siedler II. Wünsche allen eine schöne Woche.

Mehr Wochenende in Bildern findet ihr auf Grosseköpfe.

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