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Schwimmen, Urlaub & Abschied von der Kita

Jeden Samstag Schwimmkurs

Unsere Samstage beginnen ab jetzt immer recht sportlich. Wir schwingen uns alle schon früh aufs Rad und fahren ins Spaßbad. Dort hat der Große nun endlich seinen Schwimmkurs. Leider nur sieben Mal, aber immerhin geht es endlich mal los.

Dieser Kurs ist mit Begleitperson und so kann ich ihn etwas unterstützen. Er gibt sich wirklich viel Mühe und macht alles mit. Sogar als es ans Tauchen geht. Auf der Treppe soll ein Ring von der Stufe aufgehoben werden und dann geht es immer eine Stufe weiter runter, am Ende muss dann eben der Kopf unter Wasser. Und mein Sohn macht einfach mit und lässt sogar die Augen offen. Ein bisschen Gruppenzwang hilft ihm dabei. Für das nächste Mal braucht er noch ein bisschen Mut um alleine vom Beckenrand zu springen.

Ich freu mich wie weit er heute schon gekommen ist. Hausaufgabe bis nächste Woche: Frosch, Schere, Schnapp. 🙂

Mein Mann und der kleine Sohn haben uns begleitet und wir sind danach noch eine Stunde im Bad herumgetobt, besondere Attraktion: das Wellenbad. Beide Kinder stürzen sich begeistert in die Wellen. Am Ende sind wir alle sehr erledigt und die Stimmung ist leider im Keller. Schade, dass es oft so kommt. Ich wünsche mir immer, dass wir in solchen Momenten ein bisschen mehr Galgenhumor an den Tag legen würden. Manchmal geht es aber wohl einfach nicht.

Kraken im Schwimmbad

Unser Urlaub bei den Großeltern

Wir hatten Anfang August eine schöne Woche Sommerurlaub bei meinen Eltern. Es war jeden Tag heiß, heiß, heiß und wir konnten wirklich jeden Tag im See schwimmen. Meine Eltern hatten zudem ein großes Planschbecken, eine Wasserrutsche (am Boden) und eine Bodendusche aufgebaut. So ließ es sich gut aushalten.

Mein Mann blieb die Woche zuhause und hat die Me-Time auch mal sehr genossen, viel Serien und Filme geschaut, aber auch viel Hausarbeit erledigt und aufgeräumt.

Am zweiten Tag kam meine Tante und ihr Mann zum Abendessen zu Besuch. Bis spät am Abend konnten wir draußen sitzen und uns gut unterhalten. Gegen Ende der Woche kam dann noch eine andere Tante und meine Cousine zum Brunch vorbei. Meine Eltern haben leckere Sachen zubereitet und wir konnten gut essen und quatschen.

Sonne, Alster und leider jede Menge Wespen in diesem Sommer

Die Wespen haben uns leider die ganze Woche beim Essen sehr geärgert, so dass wir die letzten zwei Tage trotz bestem Wetter tatsächlich drinnen gegessen haben. Nach so vielen Tagen Sonne und Wärme war es aber völlig in Ordnung mal wieder im kühlen, schattigen Haus zu sitzen.

Wir sind jeden Tag in der Mittagspause mit Opa zum See gegangen. Meine Mutter hat sich in der Zeit etwas ausgeruht. Das Wasser war richtig kalt und es hat eine Weile gedauert bis wir Großen im Wasser waren. Die Kinder waren da tatsächlich etwas unerschrockener und schnell komplett im Wasser.

Ich blieb meistens solange im Wasser bis ich richtig schön durchgekühlt war. Dann raus in die Sonne zum Trocknen. Trotz Sonnencreme hatte ich etwas Sonnenbrand. Die Kinder sind richtig schön braun geworden. Dank ihrer Badeanzüge und Hüte sind sie zum Glück Sonnenbrand-frei geblieben.

Mit Kinderhänden an den Schultern bin ich manchmal ein paar Züge ins tiefe Wasser geschwommen, den Blick auf die kräuselnde Wasseroberfläche auf der sich die Sonne spiegelt. Der Kleine klammert sich dabei von hinten wie ein Klammeräffchen an meinen Rücken. Ein glücklicher Moment.

Mit meinem Vater saß ich nach dem kühlen Bad im Schatten auf dem Handtuch und wir hatten mal etwas Ruhe zu schnacken, denn die Kinder waren mit Sand und Wasser vollauf beschäftigt. Der Kleine ist sehr oft ins (für ihn) tiefe Wasser, hat die Gießkanne gefüllt und dann weit rauf den Strand um ihn oder unsere Füße zu gießen. Der Große hat oft im Sand gesessen und gedankenverloren mit dem Sand gespielt oder er ist alleine zum Spielplatz auf der anderen Seite des Sees gelaufen um kurz zu klettern und zu rutschen.

Beschäftigung auf der Terrasse: Steine anordnen.
Das Wasser aus dem Pool wurde nach und nach mit Hingabe auf die Beete verteilt.

Eine wirklich schöne Erinnerung an diesen Urlaub ist unser gemeinsames abendliches Singen beim Ins-Bett-Bringen. Vorher gab es leider oft Streit und Stress, da die Kinder vom Tag meist ziemlich erledigt waren (und ich auch). Aber bevor alle einschlafen, ist es dann wieder alles gut und wir schmettern zusammen “Der Mond ist aufgegangen”. Der Kleine schlief im Reisebett links von mir und der Große schlief im großen Gästebett rechts von mir, beim Singen liegt er in meinem Arm. Oft habe ich es nur leider nicht mehr hoch zu meinen Eltern auf die abendliche Terrasse geschafft, weil ich selbst eingenickt bin.

Mit unserem großen Sohn bin ich in diesem Urlaub oft aneinander geraten. Mein Mann fängt sonst oft einige dieser Auseinandersetzungen ab bzw. gerät selbst mit unserem Sohn aneinander. Es ist halt die übliche Leier: er macht nicht worum ich ihn bitte. Er testet seine Grenzen aus und wir geraten dabei an unsere. Ich bleibe selbst leider oft nicht ruhig und so fliegen bei uns die Fetzen. Solche Momente stressen mich sehr, aber ich habe mittlerweile akzeptiert, dass es im Moment nicht zu umgehen ist. Dieses Wissen hilft mir wieder schneller ruhiger zu werden. Überhaupt möchte ich ruhig auf das Nörgeln und Wüten meines Sohnes reagieren und wenn das nicht geht, eben schnell wieder ruhig werden. Ist doch kein schlechter Plan.

Oft muss ich daran denken, dass meine Mutter letzten Winter im künstlichen Koma lag und die Ärzte allerlei Prognosen abgegeben haben, die wenigsten waren gut. Umso mehr freue ich mich über diesen kleinen, gemeinsamen Urlaub, der sich eben deswegen anfühlt wie eine geschenkte Woche, wie ein geschenkter Sommer für meine Mutter.

Gegen Ende des Urlaub entspanne ich merklich, ein, zwei Mal sitze ich sogar ganz entspannt mit einem kühlen Alster auf der Terrasse und genieße die Sonne am Nachmittag während die Kinder um das Haus rennen.

Und nicht zuletzt: der Abschied von der Kita

Unsere Kita hat uns letzte Woche einen schönen Abschied bereitet. Unser Sohn hatte mit zwei seiner Freunde den letzten Tag und es gab Kuchen und Süßigkeiten. Jedes Kind bekam eine richtige Schultüte, sogar mit kleinen Geschenken darin. Zusätzlich gab es eine Mappe mit ein paar Fotos aus seiner Zeit in der Vorschule und ein Buch zum Ausfüllen für seine Zeit in der Grundschule.

Nächste Woche kommt dann hier in Hamburg die Einschulung und wir sind schon mächtig aufgeregt. Letzten Freitag haben mein Mann und ich noch die Schultüte zusammengeklebt. Ich freu mich schon sehr auf den Tag.

Ein Rohling, Flammen und jede Menge Heißkleber.

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