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#hunderttagebuch: 35/100 – Urlaub in Travemünde

Dieser Beitrag enthält möglicherweise unbeauftragte und unbezahlte Werbung – einfach nur weil ich aufschreibe was wir gemacht, gegessen oder gelesen haben.

Die letzten Tage habe ich mir etwas Blog-frei genommen und damit meine hunderttagebuch-Reihe etwas unterbrochen. Ich hatte zwei Einträge zu Beginn des Urlaubes verfasst (vom ersten Tag und vom ersten Wochenende), dann aber gemerkt, dass ich ein paar Tage ohne jegliche Aufgaben brauche.

Es hat gut getan nur das Nötigste zu erledigen. In unserem Fall bedeutet das natürlich die Versorgung und Bespaßung der Kinder und nimmt in etwa den ganzen Tag ein. 😀

Tagesablauf

Unser Rhythmus hier hat sich gegenüber zuhause etwas verschoben. Frühstück gab es meist so gegen halb acht. Gegen neun, halb zehn sind wir dann das erste Mal aufgebrochen. Spätestens gegen zwölf haben wir in der Unterkunft ein schnelles Mittagessen gegessen und haben dann alle Mittagsschlaf gemacht. Manchmal haben sich die Großen im Wohnzimmer wieder getroffen, manchmal haben wir einfach mit geschlafen. Unserem großen Sohn hat der Mittagsschlaf richtig gut getan. Abends war er viel besser gelaunt, allerdings auch nicht müde.

Der Mittagsschlaf ging meist richtig lange, oft bis circa halb vier. Dann gab es erstmal eine kleine Kaffeezeit, öfter mal am Eisladen vor der Tür. Der Nachmittagsausflug ging dann etwas länger. Abendessen gab es manchmal erst um sieben, halb acht. Meist sind wir dann alle zusammen wieder zwischen neun und zehn Uhr schlafen gegangen.

In meiner Vorstellung (vor dem Urlaub) dachte ich, ich sitze mit meinem Gatten abends auf der Terrasse mit einem Gläschen Wein und schaue auf die Lichter des Yacht-Hafens und führe tiefgreifende Gespräche über das Leben. Dazu sollte es zumindest in diesem Urlaub nicht kommen, da wir abends von der vielen frischen Luft und der 100% Betreuung der Kinder total erledigt waren.

Highlights

Sicht vom großen Sohn:

Er fand definitiv die Elektro-Geräte der Ferienwohnung am besten. Er hat jedes Toast für uns getoastet und jeden Kaffee in der Kapselmaschine für uns zubereitet. Zudem wurden Auffangbehälter und Abtropfschale sehr oft gewissenhaft von ihm geleert.

Die Zeit am Strand hat ihm auch gut gefallen und oft hat er gesagt: “Genauso habe ich mir das gewünscht.”. Nach eigenen Angaben fand er es zudem riesig, dass er meinen Regenschirm benutzen durfte.

Man merkt, mein Sohn kann sich zur Zeit schnell für etwas begeistern. Klasse fand er natürlich auch den Indoor-Spielplatz, die Überfahrten mit der Fähre, den Spielplatz mit dem großen Holzschiff und das Wasserspiel.

Zwei Kinder in der Schatzkiste auf dem Abenteuerspielplatz.
Die Möwen habe ich in diesem Travemünde-Urlaub vermehrt wahrgenommen. Sie hatten absolut keine Scheu. Sie saßen auf abgestellten Kinderwagen und haben uns fast eine Bäckertüte mit einer halben Käsestange geklaut.
Diese schöne Foto hat mein Mann geschossen. Im Hintergrund sieht man sogar noch die Maste der Passat.

Sicht vom kleinen Sohn

Mein kleiner Sohn liebt noch die kleinen Dinge. Auf den großen Spielplätzen hat er sich oft erstmal in den Sand fallen lassen und dort die Steine und Muscheln untersucht. Er hat gerne die Spatzen auf unserer Terrasse oder vor dem Eisladen beobachtet. Auch er hatte Riesen-Spaß am Wasserspiel. Es fehlte ihm noch an Geschicklichkeit und so wurde er dabei sehr schnell klitschenass. Sobald sichtbar wurden Boote und Wasser bei jeder Gelegenheit kommentiert, also so etwa alle fünf Minuten.

Spatz auf dem Balkon
Die Passat haben wir natürlich auch besucht.
Abendstimmung auf der Priwall Promenade.
Yacht-Hafen und Passat am Abend.
Die großen Fähren und Kreuzer fuhren mehrmals täglich vorbei. Segelschiffe wie die Alexander von Humboldt II werden mit lautem Hupen angekündigt.

Sicht des Mannes

Nach eigenen Angaben fand er den Urlaub sehr abwechslungsreich. Wir konnten auf Travemünde viele Dinge mit den Kindern unternehmen und z.B. mal andere Spielplätze besuchen. Die ruhige Mittagspause (in der beide Kinder schliefen) war auch ein persönliches Highlight.

Damit spricht er mir aus der Seele. So sehr ich die Zeit mit unseren Kindern genossen habe, wir Eltern haben es nicht gut hinbekommen auch mal Zeit für uns zu haben oder Zeit für die eigene Entspannung zu finden. Die Mittagsruhe war oft der einzige Moment wo wir mal richtig durchatmen konnten.

Wir freuen uns beide auf den ersten Kaffee in der nächsten Arbeitswoche, den wir ganz in Ruhe trinken können.

Meine Sicht

Ich fand toll, dass der große Sohn auf den Spielplätzen schnell Bekanntschaften geschlossen hat und sofort mit anderen Kindern wilde Piratenspiele gespielt hat. Er ist gerade sehr mitteilsam und lässt andere Kinder gerne an seinem Wissen teilhaben: “Hier darf man nicht schwimmen. Die Strömung reist einen in die Tiefe und man stirbt.”. Ich konnte hier zudem beobachten wie er schon richtig gut Kletterwände hochkraxelt.

Mich hat auch sehr gefreut, dass ich fast jeden Tag meine 10000 Schritte geschafft habe.

Die Sauna im Badezimmer war natürlich auch ein Highlight für mich. Auch wenn es mich ein paar Tage gekostet hat, herauszufinden wie die Sauna richtig eingestellt wird und ich natürlich weniger Saunagänge geschafft habe als geplant.

Schön war es auch mit den Gummistiefeln im Wasser zu waten. Leider sind die Kinder dabei immer gleich viel zu tief rein und hatten sofort viel Wasser in ihren Schuhen. Somit war es meist ein kurzes Vergnügen. Gummistiefelhosen wären vielleicht die Lösung gewesen. Sonst hat man hier in Travemünde wirklich weite Bereiche mit flachem Wasser. Wir sollten noch mal im Sommer wiederkommen. Dann kann man die Kleidung gleich weglassen.

Es gab auch immer mal wieder kurze, entspannte Moment in denen die Kinder sehr gut zusammen gespielt haben und ich einen Tee trinken konnte. Der Große wird immer besser darin sich auf das Spiel-Niveau vom Kleinen einzulassen. Das beste Spiel im Moment ist das einer von beiden eine Katze ist und gestreichelt wird. Das halten sie eine ganze Weile durch.

Turnen kann man überall.

Was hab ich gelesen

Um das Gepäck übersichtlich zu gestalten habe ich keine Bücher mitgenommen, nicht mal meinen E-Book-Reader. Zur Entspannung habe ich Hearthstone gespielt und mich durch Twitter, Blogs und Zeitungen geklickt.

In einer Woche ist ja schon Bundestagswahl. Viele haben bereits über die Briefwahl gewählt, auch aus Angst wegen einer möglichen Quarantäne nicht wählen gehen zu können. Ich habe keines der Trielle und Fragerunden geschaut aber die dazugehörigen Zusammenfassungen gelesen. Olaf Scholz scheint an Beliebtheit und in der Wahrnehmung der Kompetenz weit vorne zu liegen. Armin Laschet scheint einige Interviews richtig versemmelt zu haben. Vielleicht liegt es auch an meiner Internet-Blase, dass ich nur Anti-CDU Beiträge angezeigt bekomme.

Auf Twitter hatte ich mal Zeit mir die vielen neuen Beiträge von erzählmirnix anzuschauen. Einige fand ich schon recht deftig, die meisten aber sehr gut, z.B. diesen hier.

Ich hatte auch mal Zeit mir die anderen Wochenenden in Bilder vom letzten Wochenende anzuschauen und hab dabei ein paar Neu-Entdeckungen gemacht, die gleich in meine Feedly-Liste gewandert sind.

Unser Essen

Kulinarisch sind wir Travemünde leider nicht gerecht geworden. Wir hatten keine Lust mit den Kleinen essen zu gehen. Weil wir aber auch keine Lust hatten groß zu kochen bzw. dafür einzukaufen, gab es viel Fast-Food. Es gab Tiefkühlpizza, Hot-Dogs, Nudeln mit Spinat, Nudeln mit Tomatensoße, Kuchen, mehrmals Eis, Burger und Pommes von der Markthalle, zum Frühstück wahlweise Haferflocken, Nougat Bits, Brötchen, Toast mit Marmelade, Käse oder Salami. Als Vitaminquelle gab es Tomaten, Gurken und Weintrauben. Das Gute daran, ich freu mich wieder aufs Kochen daheim und über unsere gut ausgestattete Küche.

Unser aufwändigstes Gericht. 🙂

Unsere Rückreise…

… lief wesentlich entspannter ab als die Hinreise. Der Wechsel der verschiedenen Beförderungsmittel hat reibungslos ohne lange Wartezeiten geklappt. Zum Glück fuhr auch die Bahn zwischen Lübeck und Travemünde wieder. Die Kinder waren nur ein bisschen anstrengend und konnten gut beschäftigt werden oder haben sich selbst beschäftigt. Auf den Großen mussten wir gar nicht mehr so dolle aufpassen. Im Zug hat er sich weiter weg von uns einen Platz gesucht und eine ganze Weile aus dem Fenster geschaut.

Eine coole Anzeige. Wenn nur ein Zug fährt, dann kann man es so machen.

Zwischendurch habe ich ihn auf seinem ersten WC-Besuch im Zug begleitet. Er war begeistert von der automatischen Tür und dem Knopf für die Toilettenspülung. Ich war leicht gestresst bei dem unbedarften Umgang des Kindes mit Berührungen der Armaturen, die zugegebenermaßen in diesem WC gar nicht so schlimm aussahen wie ich es sonst von Zügen gewohnt bin.

Travemünde hätte man sicher schneller mit dem Auto von Hamburg aus erreichen können. Ich fand es trotzdem klasse, dass wir erst mit der Fähre, dann 1km zu Fuß, dann mit der Bahn, mit der U-Bahn und mit dem Bus unser Zuhause erreicht haben.

Wieder zuhause…

… haben wir erstmal einen Kaffee getrunken. Die Kinder haben sich auf ihr Spielzeug gestürzt und in Ruhe gespielt und wir Großen haben die Taschen ausgepackt und zwei Maschinen Wäsche durchlaufen lassen.

Dann wurde langsam deutlich wie müde die Kinder sind. Beide hatten heute keinen Mittagsschlaf. Während der eine Sohn etwas abwesend in der Spielecke sitzt und spielt, dreht der andere Sohn voll auf und rennt kreischend durch die Wohnung. Wir beziehen noch die Betten neu und verfrachten beide früh ins Bett.

Anschließend treffen sich die Eltern im Arbeitszimmer und läuten den Feierabend ein.

Tschüss Travemünde. Schön war’s!

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1 Kommentar

  1. […] der Kleine schläft, stelle ich endlich den Blog-Beitrag vom Urlaub in Travemünde fertig. Dafür brauche ich etwa eine Stunde, dann spiele ich mit dem großen Sohn “Mensch […]

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